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Mach-Was-TRaüme für Kassel

Die Vorboten der kommenden documenta 12 sind bereits in der Stadt präsent und nach „Would you like to particiate in an artistic experience?“, „Around the World – Welten im Koffer“ und „Die unsichtbare Stadt - sichtbar machen“ wurde Anfang Februar eine neue Aktion aus dem Kreis des Ausstellungsbeirates gestartet: Mach-was-TRäume für Kassel.
Das Nachdenken über öffentliche Räume und deren Funktion in der Fuldastadt wollen die Initiatoren, unterstützt vom Umwelt- und Gartenamt, mit dem Projekt anregen. Wie werden in einer Stadt, in der Freiflächen vereinzelt, ohne Dialog und Korrespondenz zu Straßen und Häusern liegen, aus Flächen öffentliche Räume oder auch Handlungsräume? Wie verlaufen solche Aneignungsprozesse? Mehr»

„Neugier für den lokalen Kontext“

Mit einem lokalen Forum, in dem die Leitfragen der Weltkunstausstellung vor Ort interpretiert und diskutiert werden, arbeitet die documenta an einem Format, das die Debatten, die documenta 12 seit 2005 auf allen Kontinenten angestoßen hat, mit dem Ausstellungsort in Beziehung setzt. Die Fuldastadt ist damit Teil einer weltweiten Debatte, das lokale Wissen der Akteure vor Ort wird als ein Kapital betrachtet, um global stattfindende Prozesse mit den Entwicklungen vor Ort in Verbindung zu bringen. Dreh- und Angelpunkt der Aktivitäten des Beirates ist das Kulturzentrum Schlachthof.
Die StadtteilZeit interviewte Ayse Güleç, Sprecherin des Beirates und Catrin Seefranz, Leiterin der documenta-Kommunikation. Mehr»

documenta-Ausstellungsbeirat

Der Ausstellungsbeirat der documenta 12 ist ein lokales Forum in Kassel, in dem die Leitfragen der Ausstellung vor Ort interpretiert und diskutiert werden. Der Ausstellungsort ist damit Teil einer weltweiten Debatte, die documenta 12 seit 2005 auf allen Kontinenten zusammen mit Zeitschriften und Magazinen angestoßen hat. Die Magazine befragen die drei Leitmotive der Ausstellung in ihren jeweiligen lokalen kulturellen Kontexten, der Kasseler Ausstellungsbeirat entfaltet diese Akktivitäten mit seinen Expert/innen vor Ort.

Der Kulturzentrum Schlachthof ist Dreh- und Angelpunkt der Aktivitäten des Ausstellungsbeirates, der sich im November 2005 konstituierte und sich mittlerweile monatlich trifft. Der Ausstellungsbeirat arbeitet exemplarisch, Themen und Prozess orientiert. Er stellt ein Experiment dar, neue Formen jenseits der bekannten Gremienpolitik zu erfinden, um eine Umgebung zu schaffen, welche in der Lage ist, die Gesellschaft weiter zu entwickeln.
Die Beiratsmitglieder vertreten in ihrer Mitarbeit keine Institution, sondern sie stehen für ein bestimmtes Themenfeld und sie tragen als Multiplikator/innen die Fragen und Leitmotive der documenta in die Stadt hinein. Der Beirat ist integraler Bestandteil des von Roger M. Buergel und seinem Team entwickelten Ausstellungskonzeptes. Anders als bei Ausstellungsbeiräten großer Museen, die sich in erster Linie aus Wohlhabenden zusammensetzen, wird hier das lokale Wissen der Akteure vor Ort als ein Kapital betrachtet, um weltweit stattfindende Prozesse mit den Entwicklungen in Kassel in Verbindung zu setzen. documenta 12 soll somit
nicht nur an den 100 Tagen der Ausstellung in Kassel stattfinden, sondern darüber hinaus in der Stadt verankert werden.

Quelle: StadtteilZeit Magazin No. 16, Oktober/November 2006

Erste Vorboten zirkulieren in Kassel und der Welt

„Would you like to participate in an artistic experience?“ Mit dieser Frage trat der brasilianische Künstler Ricardo Basbaum an die Mitglieder der Kasseler Ausstellungsbeirates der Weltkunstausstellung heran. Insgesamt zwanzig Stahlobjekte werden für die documenta 12 nun in Kassel und der Welt für jeweils vier Wochen in öffentlichen Einrichtungen und Privathaushalten zirkulieren, um von ihren Nutzer/innen auf verschiedenste Weise rezipiert werden zu können – zehn in Brasilien und Lateinamerika, neun in Europa und eines in Afrika.
„Das Projekt beginnt mit dem Angebot, ein Stahlobjekt (125 x 80×18 cm) mit nach Hause zu nehmen, für eine gewisse Zeit damit zu leben und eine künstlerische Erfahrung zu machen“, sagt Ricardo Basbaum Mehr»

2007-10-07 Marbachshöhe

Marbachshöhe - Konversionsprozess mit ethischem Tiefgang

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Termine: 07.10.2007, 17.00 Uhr

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Wesertor

Vom Stadttor der Altstadt zum modernen Stadtteil
wesertor-01Ein sozialhistorischer Stadtteilrundgang besonderer Art lädt ein, sich mit Fokus auf den Kasseler Stadtteil Wesertor in die Vergangenheit Altkassels und des Quartiers “Vor dem Wesertor” entführen zu lassen. Die Teilnehmer entdecken zwischen Altmarkt und Katzensprung den Ursprung unserer Stadt und viele Zeugnisse unserer bewegten Stadtgeschichte.

Der Stadtteil Wesertor wurde 1980 aus den Bezirken Altstadt und Wesertor gebildet. Seinen Namen hat er vom historischen Weser-Thor, dass am heutigen Katzensprung stand und gerade für das Kasseler Militär von Bedeutung war. Hier standen die Artillerie-Kaserne, die Festungsanlagen, das Zuchthaus und die Gießerei, aus welcher die Firma Henschel & Sohn hervorging.
Sie erfahren etwas über die Kasseler Festungsanlagen und Kasernen, über die Entstehung der Firma Henschel und über die Menschen, die vor und hinter den Stadttoren lebten und unserem heutigen Stadteil sein Gesicht gaben. Der Rundgang führt von der “Neuen Brüderkirche”, über den Pferdemarkt zum Karlshospital und von dort über den Finkenherd zurück zum Katzensprung, dem alten Standort des “Weser-Thores”.

Anlässlich des 200. Jahrestages der Gründung des Königreichs Westphalens am 01. Januar 1808, liegt ein thematischer Schwerpunkt auf der Armee des Königreichs Westphalens legen. Im Kasseler Stadtteil Wesertor befanden sich wichtige Kasernen für die westphälische Garde und die Artillerie. Abwechselnd werden zwei Rundgänge anbieten, bei denen auch auf das kürzlich entdeckte Massengrab an der Ahna eingegangen wird.

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documenta urbana

Neue, nachmoderne Quartiers- und Wohnungsplanung

documenta urbana-01Diese Siedlung wurde 1981 als Bauausstellung gebaut. Der Name war allerdings irreführend, denn mit der Weltkunstschau documenta hatte diese Ausstellung nichts zu tun. Allerdings hatten die eingeladenen 9 Architekten, darunter internationale Größen wir Roland Rainer, Herman Herzberger, Hinrich Baller und Otto Steidle, durchaus etwas zum Thema Wohnungsbau zu sagen. In einer Zeit, in der Wohnungen noch wie Tomatenkisten bis zu 14 Geschoss hoch gestapelt wurden, zeigten sie, daß man mit weniger Geschossen und vielfältiger Architektur auch hohe Dichte und gleichzeitig benutzbare Straßen- und Platzräume produzieren konnte.

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Marbachshöhe

Konversionsprozess mit ethischem Tiefgang

Marbachshöhe-01Wie kaum ein anderes Kasseler Quartier hat die Marbachshöhe innovative Unternehmen und Initiativen angezogen, die weit über die Grenzen dieses Viertels hinaus wirken. Der gelungene Konversionsprozess im Kasseler Westen findet über die Fachwelt hinaus eine bundesweite Beachtung.
Auf dem ehemaligen Areal der Wittich- und Hindenburgkaserne ist binnen kürzester Zeit ein Stück gemischt genutzter Stadt entstanden - ein beliebtes Wohnquartier für 2000 Menschen, darunter besonders viele Kinder, und ein gefragter Unternehmensstandort in zentralster Lage mit etwa 1000 Arbeitsplätzen.

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Thiergarten Wilhelmsthal

Der Thiergarten bei Schloß Wilhelmsthal

Thiergarten-01Wegen seiner Artenvielfalt und des Reichtums an Frühjahrsblühern gilt der Tiergarten als einer der prächtigsten Buchenwälder in der Kasseler Umgebung. Unsere Wanderung beginnt am Ende der von Schloss Wilhelmsthal nach Westen führenden Allee, dem so genannten Lindenrondell. Ebenso wie der Name des Waldes weist auch diese Verbindung zu dem kleinen Rokoko-Schloß auf die historischen Besitz- und Nutzungsverhält¬nisse hin. Im 18. Jahrhundert diente der Wald als Hochwildgatter für die Parforcejagden der hessischen Landgrafen und war damit vor Rodung geschützt. Mehr»

Nord-Holland

Nordstadt-01Der Stadtteil Nord-Holland entstand während des Industriezeitalters Mitte des 19. Jahrhunderts als innenstadtnaher Industrie- und Arbeiterwohnbezirk.
Mit einer Einwohner/innenzahl von ca. 14.000 Menschen, gegliedert in drei Stadtteilbezirke (Holländische Straße, Hegelsberg, Holländisches Tor), ist er der größte Stadtteil Kassels.
Heute stellt sich dieser Stadtteil als einer der `buntesten´, aber auch als Problem belasteter Stadtteil dar: hier sind die meisten Menschen unterschiedlichster Couleur, Nationen und Kulturen beheimatet, Industrie- und Wohnbebauungen aus verschiedenen Epochen und Größen stehen nebeneinander, zusammengesetzt aus vielen individuellen und abwechslungsreichen `Kleinstadtteilen´ unterliegt jeder einzelne seinem eigenen Charme. Mehr»

Bergweiden und -wiesen

Bergweiden und -wiesen im Hohen Habichtswald

Habichtswald-01Diese landschaftsökologische Wanderung führt durch den zentralen Grünlandbereich des Hohen Habichtswaldes, der Landschaftsbild und Erholungswert so enorm bereichert. Hier oben befinden wir uns bei über 500 m. ü. NN. bereits in einem „Bergklima“: Es ist deutlich niederschlagsreicher und im Jahresdurchschnitt rund zwei Grad kälter als unten im Kasseler Becken. Ein Umstand, der im Winter besonders augenfällig wird, wenn man aus der verregneten Stadt zu den schneebedeckten Herkules-Kaskaden hinaufschaut. Mehr»

Kleiner Dörnberg

Kalkmagerrasen am Kleinen Dörnberg

Dörnberg-01Kalkmagerrasen gehören wegen ihrer Pflanzenartenvielfalt und des Vorkommens vieler seltener und bedrohter Pflanzenarten (z.B. Orchideen und Enziane) zu den attraktivsten und gleichzeitig zu den gefährdetsten Pflanzengesellschaften in Mitteleuropa. Auch für zahlreiche schutzwürdige Tierarten, z.B. Insekten, sind sie ein wichtiger Lebensraum. Neben besonderen Boden- und Klimabedingungen verdanken die Kalkmagerrasen ihre Existenz der andauernden menschlichen Einflußnahme auf die Vegetationsdecke. Ihre Entstehung, die weit in die Geschichte zurückgeht, ist das Ergebnis der Auflichtung und Verdrängung des Waldes durch Rodung und Waldweide. Mehr»

Naturschutzgebiet Dönche

Naturschutzgebiet in der Stadt mit Multi-Tasking-Eigenschaften

Dönche-01Die Wanderung stellt die reich strukturierte Landschaft der Dönche mit ihrer einzigartigen Nutzungsgeschichte und ihrer hohen Biodiversität vor. Feuchte Taleinschnitte des Dönchebachs und Krebsbachs, quellige Bereiche an den Hängen, aber auch Trockenstandorte sorgen in der Dönche für eine Vielfalt von Umweltbedingungen. Diese haben dazu geführt, daß sich etwa fünfzig verschiedene Pflanzengesellschaften entwickeln konnten, die sich aus etwa 400 Pflanzenarten zusammensetzen. Mehr»

Landschaftliche Achsenwanderung

Vom ICE-Bahnhof ins Mittelgebirge

Achse-01Die Wanderung führt von einem großstädtischen Quartier Kassels über eine landschaftsökologische Achse (einem Gradienten der Naturnähe und gleichzeitig der Meereshöhe) auf die Höhen eines kleinen Mittelgebirges und damit aus der tiefgelegenen Hügelstufe in die Bergstufe (von etwas über 200 auf gut 500 m Höhe bei einer horizontalen Distanz von nur etwa vier Kilometer). Dabei verändert sich allmählich der Grad der Naturnähe von naturfern bis hin zu einer vollständig natürlichen Ausprägung der Landschaft. Die Höhenzunahme geht mit einer entsprechenden Klimaänderung einher: die mittlere Temperatur sinkt um zwei Grad, der Jahresniederschlag nimmt um etwa 200 mm zu. Mehr»