Bergweiden und -wiesen im Hohen Habichtswald
Diese landschaftsökologische Wanderung führt durch den zentralen Grünlandbereich des Hohen Habichtswaldes, der Landschaftsbild und Erholungswert so enorm bereichert. Hier oben befinden wir uns bei über 500 m. ü. NN. bereits in einem „Bergklima“: Es ist deutlich niederschlagsreicher und im Jahresdurchschnitt rund zwei Grad kälter als unten im Kasseler Becken. Ein Umstand, der im Winter besonders augenfällig wird, wenn man aus der verregneten Stadt zu den schneebedeckten Herkules-Kaskaden hinaufschaut. Mehr»
Kalkmagerrasen am Kleinen Dörnberg
Kalkmagerrasen gehören wegen ihrer Pflanzenartenvielfalt und des Vorkommens vieler seltener und bedrohter Pflanzenarten (z.B. Orchideen und Enziane) zu den attraktivsten und gleichzeitig zu den gefährdetsten Pflanzengesellschaften in Mitteleuropa. Auch für zahlreiche schutzwürdige Tierarten, z.B. Insekten, sind sie ein wichtiger Lebensraum. Neben besonderen Boden- und Klimabedingungen verdanken die Kalkmagerrasen ihre Existenz der andauernden menschlichen Einflußnahme auf die Vegetationsdecke. Ihre Entstehung, die weit in die Geschichte zurückgeht, ist das Ergebnis der Auflichtung und Verdrängung des Waldes durch Rodung und Waldweide. Mehr»
Vom ICE-Bahnhof ins Mittelgebirge
Die Wanderung führt von einem großstädtischen Quartier Kassels über eine landschaftsökologische Achse (einem Gradienten der Naturnähe und gleichzeitig der Meereshöhe) auf die Höhen eines kleinen Mittelgebirges und damit aus der tiefgelegenen Hügelstufe in die Bergstufe (von etwas über 200 auf gut 500 m Höhe bei einer horizontalen Distanz von nur etwa vier Kilometer). Dabei verändert sich allmählich der Grad der Naturnähe von naturfern bis hin zu einer vollständig natürlichen Ausprägung der Landschaft. Die Höhenzunahme geht mit einer entsprechenden Klimaänderung einher: die mittlere Temperatur sinkt um zwei Grad, der Jahresniederschlag nimmt um etwa 200 mm zu. Mehr»
Naturschutzgebiet in der Stadt mit Multi-Tasking-Eigenschaften
Die Wanderung stellt die reich strukturierte Landschaft der Dönche mit ihrer einzigartigen Nutzungsgeschichte und ihrer hohen Biodiversität vor. Feuchte Taleinschnitte des Dönchebachs und Krebsbachs, quellige Bereiche an den Hängen, aber auch Trockenstandorte sorgen in der Dönche für eine Vielfalt von Umweltbedingungen. Diese haben dazu geführt, daß sich etwa fünfzig verschiedene Pflanzengesellschaften entwickeln konnten, die sich aus etwa 400 Pflanzenarten zusammensetzen. Mehr»
Der Thiergarten bei Schloß Wilhelmsthal
Wegen seiner Artenvielfalt und des Reichtums an Frühjahrsblühern gilt der Tiergarten als einer der prächtigsten Buchenwälder in der Kasseler Umgebung. Unsere Wanderung beginnt am Ende der von Schloss Wilhelmsthal nach Westen führenden Allee, dem so genannten Lindenrondell. Ebenso wie der Name des Waldes weist auch diese Verbindung zu dem kleinen Rokoko-Schloß auf die historischen Besitz- und Nutzungsverhält¬nisse hin. Im 18. Jahrhundert diente der Wald als Hochwildgatter für die Parforcejagden der hessischen Landgrafen und war damit vor Rodung geschützt. Mehr»